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Unabwendbares Ereignis bei hochgewirbeltem Stein

Wirbelt ein Fahrzeug einen Stein auf und wird durch diesen Stein ein anderes Fahrzeug oder eine andere Person be/geschädigt, ist hier zu prüfen, ob der Fahrer oder Halter des fahrenden PKW hier für den entstandenen Schaden haftbar gemacht werden kann.

 

Dabei ist zu prüfen, ob es sich bei dem Ereignis, das heißt dem Hochschleudern des Steines, um ein für den PKW Fahrer unabwenbares Ereignis handelt.

 

Als unabwenbar gilt nach dem StVG ein Ereignis nur dann,  wenn sowohl der Halter als auch der Führer des Fahrzeuges jede nach den Umständen des Falles gebotene Sorgfalt beachtet hat.

 

Zu beachten sind hier unter anderem folgende Kriterien:

 

Die örtlichen Verhältnisse und der Zustand der Fahrbahn, die Größe des hochgeschleuderten Steins und somit die Erkennbarkeit der Gefahr durch den Fahrer, die durch den Stein entsteht.

Die Geschwindigkeit, mit der das Fahrzeug gefahren wird sowie gegebenenfalls mangelnde Beleuchtung wegen Dämmerung oder Nachtzeit.

Auch das Vorhandensein einer Baustelle, aufgebrachter Rollsplit, oder eine generell nur aus Schotter bestehende Fahrbahn werden hier als Kriterien dafür, ob ein Ereignis unabwenbar ist oder nicht, mit berücksichtigt (LG Halle, Urt. v.03.06.2013-1  125/12). 

Eintrag vom: 05.11.2013

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