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Nachweis eines Einbruchs gegenüber der Versicherung

Nach ständiger Rechtsprechung kommen einem Versicherungsnehmer, der einen Eiinbruchsdiebstahl behauptet, Beweiserleichterungen zugute.

Er muss nur eine bedingungsgemäße Entwendung der Gegenstände beweisen, also ein Mindestmaß an Tatsachen, die nach der Lebenserfahrung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit den Schluss auf eine solche Entwendung zulassen (BGH VersR 2007, 102)

Zum äußeren Bild eines Einbruchsdiebstahles gehören dabei zunächst geeignete Einbruchsspuren (vg. BGH VersR 2007, 102).

Was das eigentliche Diebesgut betriff, gehört zu dem von dem Versicherungsnehmer voll zu beweisenden äußeren Bild eines Einbruchsdiebstahles auch darüber hinaus,  dass die von ihm als gestohlen gemeldeten Sachen vorher vorhanden und nach der Tat nicht mehr auffindbar waren (vg. VersR 2007, 102). Für den entsprechenden Nachweis kann auf die Aussage von Zeugen zurück gegriffen werden.

Gibt es keine Zeugen oder Unterlagen, können auch die Angaben des Vericherungsnehmers selber ausreichen, für den in solchen Fällen eine Redlichkeitsvermutung eingreift (BGH Urt. v. 25.04.2007- 20 U 239/04).

Allerdings ist für die Berücksichtigung der Angaben der Versicherungsnehmers notwendig, dass der Versicherungsnehmer glaubwürdig ist (vg. VersR 2001, 1509).

Geht die Versicherung jedoch davon aus, dass der Versicherungsnehmer hier einen Versicherungsbetrug begehen will und sich die Gegenstände zu keinem Zeitpunkt in seinem Besitz befunden haben, muss die Versicherung nur eine erhebliche Wahrscheinlichekt dartun, dass die versicherte Entwendung nicht stattgefunden, d.h. der Versicherungsnehmer die Entwendung nur vorgetäuscht hat (BGH VersR 1994, 45).

Werden lediglich Indizien zum Nachweis der Vortäuschung herangezogen, müssen diese sämtlich unstreitig oder bewiesen sein. Ungesicherte Behauptungen oder Spekulationen oder Gerüchte genügen hierbei nicht ( OLG Hamm Urt. v. 21.10.2011- 20 U 62/11)

Eintrag vom: 07.06.2013

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