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Keine Bindung an zunächst gewählte fiktive Abrechnung des Schadens bei Verkehrsunfällen

Der Geschädigte eines Verkehrsunfalles kann zunächst gegenüber dem Haftpflichtversicherer auf der Grundlage des Sachverständigengutachtens die darin geschätzten Kosten für die Reparatur abrechnen, ohne dass der PKW grundsätzlich repariert werden muss.

Nach der Reparatur des PKW besteht jedoch für den Geschädigten die Möglichkeit, von der fiktiven Schadensabrechnung auf eine konkrete Schadensberrechnung überzugehen.

Dies bedeutet, dass der Differenzbetrag zwischen dem veranschlagten Betrag durch den Sachverständigen und den tätsachlich zu begleichenden Reparaturkosten auch gegenüber der Versicherung geltend gemacht werden kann.

 

Anders verhält es sich, wenn der Geschädigte aufgrund einer Betriebszugehörigkeit Werksangehörigenrabatt erhält.

Eine Rechnung, die eigentlich den geschätzen Betrag des Sachverständigen überschreitet kann hier trotz bestehender Differenz nicht geltend gemacht werden, wenn der Geschädigte durch den erhaltenen Rabatt nur einen Anteil zahlen muss, der sich wiederum unter den vom Gutachter festgehaltenenen Wert befindet (BGH Urt. v. 18.10.2011- VI ZR 17/11) 

Eintrag vom: 17.02.2012