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Vornahme einer Wahllichtbildvorlage

Bei einer im Ermittlungsverfahren durchgeführten Wahllichtbildvorlage, bei der ein Zeuge oder das Opfer einer Straftat den mutmaßlichen Täter wiedererkennen soll, ist es für die Verwertbarkeit der Maßnahme empfehlenswert, dass der Person mindestens acht Bilder von Vergleichspersonen vorgelegt werden.

Dies ist auch notwendig, wenn die Person angibt, schon bei einem der ersten Bilder den mutmaßlichhen Täter erkannt zu haben.

Die größere Vergleichszahl an Bildern lässt eine mögliche Unsicherheit der Person in der Beurteilung besser erkennen.

Auch sind der Person nicht alle Bilder gleichzeitig, sondern nur sequentiell, ein Bild nach dem anderen, vorzulegen.  

Alle Personen, die bei der Lichtbildvorlage gezeigt werden, müssen sich in ihrem äußeren Erscheinungsbild ähneln.

Wird die Wahllichtbildvorlage nicht ordnungsgemäß durchgeführt oder zu früh abgebrochen, da sich die Person schon bei einem Bild sicher ist den mutmaßlichen Täter erkannt zu haben, ist zwar eine Schwäche der Art der Beweisgewinnung erkennbar, diese führt jedoch nicht immer dazu, dass die komplette Maßnahme der Wahllichtbildvorlage im Gerichtsverfahren wertlos ist (BGH 1 StR 524/11). Dies bedarf immer einer genauen Prüfung des Einzelfalls.

 

Eintrag vom: 24.01.2012

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