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Strafrecht

Machen Sie von Ihrem Recht Gebrauch. Sprechen Sie nicht zuerst mit den Polizisten. Äußern Sie klar den Wunsch, erst mit einem Anwalt reden zu wollen.

Sie haben Rechte, gegen die die Ermittlungsbehörde – auch wenn Sie in Gewahrsam genommen worden sind – nicht verstoßen darf.

So kann eine sorgfältige Überprüfung, ob eine U-Haft ausreichend begründet ist, dazu führen, dass man Sie wieder entlassen muss. Aber auch während einer Inhaftierung haben Sie Rechte. Zu meinen Aufgaben gehört es, sich für Ihre Rechte einzusetzen.

Stehen plötzlich die Ermittlungsbehörden mit einem Durchsuchungsbefehl bei Ihnen vor der Tür, herrscht helle Aufregung. Was darf die Ermittlungsbehörde und was darf sie nicht?

Rufen Sie mich unverzüglich an. Die Ermittlungsbehörde ist zwar nicht direkt verpflichtet zu warten, bis ich auch vor Ort bin. In den meisten Fällen wird dies jedoch so gehandhabt, wenn mit meinem kurzfristigen Eintreffen vor Ort zu rechnen ist. Erst dann kann eine genaue Klärung der Gründe der Durchsuchung und der Rechtmäßigkeit erfolgen.

 

Im Weiteren folgt eine Auflistung der am häufigsten durch die Ermittlungsbehörde verfolgten strafbaren Handlungen. Diese Auflistung gibt Aufschluss darüber, warum es sinnvoll ist, mich oder einen Verteidiger Ihrer Wahl möglichst frühzeitig in das Geschehen mit einzubeziehen.

Werden Sie einer Tat verdächtigt, die hier nicht aufgelistet ist, wenden Sie sich natürlich gern trotzdem an mich.

 

Kapital-Strafrecht

Unter den Begriff des Kapitalstrafrechts fallen die unter §§ 211 ff StGB bezeichneten Delikte wie Totschlag, Mord und Körperverletzung mit Todesfolge. Da hier immer schwere Tatvorwürfe erhoben werden, die zum Teil auch mit lebenslanger Strafandrohung belegt sind, ist es hier dringend notwendig einen Verteidiger einzuschalten. In diesen Fällen hat sich der Verteidiger nicht nur um die Verteidigung des jeweiligen Mandanten zu kümmern, sondern auch Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Ein Kapitalverbrechen wird meist im Licht der Öffentlichkeit stehen, so dass es ebenso zu den Aufgaben des Verteidigers gehört, die Persönlichkeitsrechte des jeweiligen Mandanten, zum Beispiel vor Presse und Schaulustigen, zu schützen.

 

Betäubungsmittel- Strafrecht

Unter das Betäubungsmittelstrafrecht fallen alle Delikte, die unter §§ 29 ff. BtMB beschrieben sind. Gerade bei BtM-Delikten kommt es immer wieder vor, dass der Beschuldigte der festen Überzeugung ist, dass sein jeweiliges Verhalten nicht mit Strafe belegt ist. Das böse Erwachen folgt, wenn ihm das Gegenteil von den Ermittlungsbehörden vor Augen geführt wird. Deshalb gilt hier: Wird man eines BtM-Deliktes beschuldigt, darf man auf keinen Fall eine Erklärung gegenüber den Strafverfolgungsbehörden abgeben. Ein frühzeitiges Einschalten eines Verteidigers ist hier unbedingt notwendig. Selbst kleinste Unterschiede in der Sachverhaltsdarstellung können erheblichen Einfluss auf das Strafmaß haben oder sogar zu einer Einstellung des Verfahrens führen.

 

Umwelt-Strafrecht

Dieses ist in den §§ 324 ff. StGB geregelt, sowie in zahlreichen Nebengesetzen. Geahndet wird hier der pflichtwidrige Umgang mit Naturressourcen. Den Betroffenen ist oftmals nicht bewusst, dass ihr Verhalten mit Strafe bedroht ist. Da pflichtwidriges Verhalten mit hoher Strafe belegt ist, empfiehlt es sich hier einen Verteidiger einzuschalten.

 

Strafvollzug

Die Aufgabe des Verteidigers besteht in diesem Fall darin, der inhaftierten Person aufzuzeigen, welche rechtlichen Möglichkeiten für sie bestehen, um seine jeweilige Situation zu verbessern. Hier geht es um die konkrete Haftsituation, das Stellen von Anträgen zu 1/2 oder 2/3 Terminen zur frühzeitigeren Entlassung, Anträge nach §§ 35, 36 BtMG auf Zurückstellen der Strafvollstreckung und Beginn einer Drogentherapie.

Aufgabe des Verteidigers ist es hier auch, wieder Kontakt mit der Außenwelt für den JVA-Insassen herzustellen.

Dies kann durch Lockerung des Vollzuges geschehen oder durch Aussetzung des Strafrestes zur Bewährung. Es existieren gesetzliche Regelungen, an die sich die entscheidende Instanz zu halten hat.

 

Zeugenbeistand

Einer nicht durch die Tat verletzten Person kann unter den Umständen des § 68 b StPO auf Staatskosten ein Zeugenbeistand bestellt werden. Dieser ist dann für die Dauer der Vernehmung des Zeugen durch das Gericht direkter Ansprechpartner für den jeweiligen Zeugen. Diese Situation tritt bei minderjährigen Zeugen, traumatisierten Opfern, schutzwürdigen Zeugen, die an Leib oder Leben bedroht sind, ein.

 
 

Ihr/e Ansprechpartner/in